Miese Tage zeichnen sich meiner Ansicht nach dadurch besonders aus, dass ihre Sogwirkung nach unten dazu führen, dass man sich nicht an die guten Tage erinnern mag und auch nicht wirklich glauben kann, dass es besser wird (ehe es dann wieder besser wird).
Solche miesen Tage sind nicht dafür da, um über grundsätzliche Entscheidungen nachzudenken oder tief in sich hineinzuspüren. Diese Tage sind ausschließlich dafür da, überstanden zu werden und zu versuchen, noch irgendetwas Gutes aus Ihnen zu machen.
Etwa einen kleinen Blog schreiben oder ein gutes Gespräch mit einem Kollegen führen. Vielleicht hilft auch, sich an die besseren Tage zu erinnern, wobei der Kopf einem da auch gerne streiche spielt und antwortet, solche guten Tage habe es nie gegeben und wird auch nicht wieder geben. Was für ein riesen Schmarn.
An miesen Tagen zeigt sich unser innerer Wille. Halten wir dagegen oder lassen wir uns hängen? Wollen wir aufgeben oder weitergehen? Vertrauen wir darauf, dass es morgen wieder besser wird oder verkriechen wir uns?
Wir können aus eigener Kraft aus einem miesen Tag nur schwer einen guten Tag machen. Ich denke, die externen Faktoren spielen dabei eine zu starke Rolle. Was wir leisten können, ist den miesen Tag mit ein paar Lichtblicken zu ärgern und zu versuchen, diese besonders stark wahrzunehmen und abzuspeichern. Wenn wir uns auf diese kleinen Lichtblicke konzentrieren, sie suchen und finden, dann haben wir eine Menge erreicht und können auch an einem miesen Tag zufrieden zu Bett gehen.
Denn es ist utopisch, ein Leben ohne miese Tage zu fordern. Es ist realistisch, sich auf miese Tage einzustellen und bereit für sie zu sein. Und es ist eine wirklich positive Leistung, sich den miesen Tagen nicht hinzugeben, sondern ihnen ein wenig zu trotzen oder sie mit eben jenen Lichtblicken zu ärgern.
Für heute hatte ich meine Lichtblicke, an die ich mich beim Zubettgehen erinnern werde. Und morgen wird der Tag schon wieder etwas leichter sein.
In my view, what really sets bad days apart is that their downward pull makes you reluctant to remember the good days and unable to truly believe that things will get better (before they actually do).
Bad days like these aren’t the time to ponder fundamental decisions or look deep within yourself. These days are solely there to be endured and to try and make the best of them.
For example, writing a short blog post or having a good chat with a colleague. Perhaps it also helps to remember the better days, although your mind is quick to play tricks on you and retort that such good days never existed and never will again. What utter rubbish.
It’s on rubbish days that our inner resolve is revealed. Do we stand up to it, or do we let ourselves go? Do we want to give up, or carry on? Do we trust that things will be better tomorrow, or do we just hide away?
It’s hard to turn a rubbish day into a good one on our own. I think external factors play too big a part in that. What we can do is counteract the rubbish day with a few rays of hope, and try to take particular notice of them and commit them to memory. If we focus on these little rays of hope, seek them out and find them, then we’ve achieved a great deal and can go to bed feeling content even on a rubbish day.
After all, it’s unrealistic to expect a life without rubbish days. It’s realistic to prepare for bad days and be ready for them. And it’s a truly positive achievement not to give in to bad days, but to defy them a little or to counter them with those very rays of hope.
Today I’ve had my rays of hope, which I’ll remember as I go to bed. And tomorrow, the day will already be a little easier.
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